20 Jahre H+ Branchenlösung Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Die H+ Branchenlösung Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (ASGS) ist in den letzten zwanzig Jahren stetig weiterentwickelt und an die Mitgliederbedürfnisse angepasst worden. Das ist auch künftig der Fall: die Kampagnen finden neu im Zweijahresrhythmus statt und es wird vertieft mit den zentralen Stellen zusammengearbeitet.

Seit 1999 unterstützen die beiden Fachstellen AEH Zentrum für Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene in Zürich sowie unisanté (vormals IST) in Lausanne die H+ Branchenlösung Arbeitssicherheit (ASGS). Gemeinsam mit diesen Organisationen hat H+ die Branchenlösung stetig weiterentwickelt, um den Bedürfnissen der Mitgliederbetriebe bei der Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen Rechnung zu tragen. Denn in den letzten zwanzig Jahren sind die Vorgaben immer umfassender geworden. So sind die Arbeitgeber vermehrt gefordert, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in ihren Betrieben vollumfänglich umzusetzen. Zudem haben die Durchführungsorgane der Eidgenössischen Koordinationskommission für Arbeitssicherheit (EKAS) ihre Besuche bzw. staatlichen Kontrollen auf Bereiche des Gesundheitswesens ausgeweitet, welche bisher selten kontrolliert worden sind.
Für das Berichtsjahr 2019 hat H+ den ASGS-Jahresbericht optisch verbessert und gestrafft. Weiter hat die Fachgruppe begonnen, die zahlreichen H+ Dokumente zur ASGS zu überarbeiten und zu aktualisieren. Und die Mitgliederbetriebe erhalten neu die Daten zu ihren individuellen Ausfalltagen der letzten drei Jahre zurückgespiegelt.  

Unterstützung Fachkommission und Fachverantwortliche
Seit Sommer 2019 ist neu Dorit Djelid, Stv. H+ Direktorin, die Arbeitgebervertreterin von H+ in der Fachkommission. Sie hat sich rasch eingearbeitet und unterstützt die Fachverantwortliche tatkräftig in allen strategischen Fragen. Um die H+ Branchenlösung weiterzuentwickeln und auch für andere Betriebe anzubieten, hat die Fachkommission im Herbst 2019 beschlossen, eine weitere Teilzeitstelle zu genehmigen und dadurch die H+ Fachverantwortliche zu entlasten.

Neuorganisation Kampagnen
Anlässlich der ERFA-Tage 2018 haben die Betriebe Anpassungen bei den Jahreskampagnen gewünscht. Die Ergebnisse der darauffolgenden Mitgliederbefragung haben den Wunsch hervorgebracht, die Kampagnen neu über zwei Jahre zu führen. Die Kampagnen werden deshalb bereits im Frühling des Vorjahres vorgestellt, damit die Betriebe sie besser in ihre Planung einbeziehen können. Mit der Neuorganisation der Kampagnen ist es zudem besser möglich, Mitgliederbedürfnisse einzubringen und Unterlagen anzupassen.

Kampagne Hautschutz und Händehygiene 2020/21
Die sieben ERFA-Tage in der Deutschschweiz und der ERFA-Tag in der Romandie waren sehr gut besucht. Die vorgestellte Kampagne zum Thema Händehygiene, die zwei Jahre laufen wird, fand grossen Anklang, denn Hautschutz und Händehygiene sind in fast allen Bereichen des Gesundheitswesens ein grosses Thema. Die bestehenden Unterlagen wurden aktualisiert und auf zwölf Berufsgruppen ausgeweitet. Viele der an den ERFA-Tagen anwesenden Sicherheitskoordinatoren nahmen die Informationen zum Anlass, die in ihren Betrieben benutzten Handschuhe hinsichtlich der geeigneten Einsatzbereiche zu überprüfen. Da es viele Handschuhe zum Schutz gegen chemische Produkte und Reinigungsmittel gibt, ist es wichtig zu wissen, welche gegen was korrekt verwendet werden können.

Zusammenarbeit mit SECO und EKAS
Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und die weiteren Durchführungsorgane von EKAS planen in den nächsten Jahren einen Vollzugsschwerpunkt zum Thema «Gesundheitsschutz und gefährliche Substanzen am Arbeitsplatz». Die ASGS ist an einer Zusammenarbeit als Pilotbranche interessiert und erhofft sich dadurch konkrete Hilfsmittel für die Mitglieder. Die Arbeiten haben im Februar 2020 begonnen.

Fachstelle Romandie heisst neu Unisanté
Per 1. Januar 2019 hat die Fachstelle in der Romandie – das Institut universitaire romand de Santé au Travail (IST) – mit der Universitätsklinik Policlinique médicale universitaire (PMU), dem Institut für Sozial- und Präventivmedizin (IUMSP) und der Association Promotion Santé Vaud fusioniert. Sie bilden neu das Zentrum Unisanté, Universitätszentrum für Allgemeinmedizin und Gesundheitswesen in Lausanne. Alle früheren Aktivitäten des IST sind dort zusammengefasst und die ehemaligen Mitarbeitenden gehören nun zum Département Santé au Travail et Environnement (DSTE). Seit dem Zusammenschluss betreut neu Anne Oppliger die H+ Mitgliederbetriebe in der Romandie.

Kontakt


Erika Schütz

Fachverantwortliche Arbeitssicherheit, HOPE-Koordinatorin Schweiz